Kriterien zur Auswahl
Riegelwerke
Allgemeine Funktionsweise
von Riegelwerken
Das Riegelwerk ermöglicht das sichere Ver- und Entriegeln der Tresortür. Es besteht aus einer Vielzahl von mechanischen Komponenten, die miteinander interagieren, um die Tür zu sichern oder freizugeben.
Ausgangszustand: Im verriegelten Zustand greifen der Schlossriegel und die Schieber des Riegelwerks ineinander, sodass die Tresortür gesichert ist. Die Schieber sind sowohl horizontal als Hauptschieber als auch vertikal als sogenannte Baskülen angeordnet, um jegliche Bewegung der Tür effektiv zu unterbinden.
Öffnung Schloss: Unabhängig davon, ob der Tresor mit einem mechanischen, elektronischen oder biometrischen Schloss ausgestattet ist, beginnt der Entriegelungsprozess mit dem Zurückfahren des Schlossriegels. Dieser Schritt initiiert die Freigabe des Riegelwerks und leitet die nächsten Schritte zur Türöffnung ein.
Betätigung Griff: Nach Freigabe des Riegelwerks kann der zuvor blockierte Griff gedreht werden. Durch diese Drehung werden die vertikalen und horizontalen Riegelwerksschieber in Bewegung gesetzt.
Öffnung Tür: Die Schieber werden aus ihren Positionen im Türrahmen vollständig zurückgezogen. Diese Aktion hebt die Verriegelung auf und ermöglicht das Öffnen der Tresortür.
Basis-Riegelwerke
Die Basis-Riegelwerke von WITTKOPP bieten eine komfortable und sichere Lösung für leichte Wertbehältnisse bis Widerstandsgrad II. Mit ihrer soliden Produktausstattung, sorgfältigen Materialauswahl und hochwertigen Verarbeitung bieten sie eine zuverlässige und reibungslose mechanische Funktion.
Funktionsweise
- Bei den Basis-Riegelwerken ist der Schlossriegel der einzige Sperrpunkt. In verschlossenem Zustand blockiert er direkt die vertikalen und horizontalen Schieber des Riegelwerks.
- Zusätzliche Notverriegelungen (Relocker) müssen separat angebracht werden. In der Regel werden federbelastete Zusatzbolzen verwendet, die durch „Seile“ vorgespannt sind. Im Idealfall werden bei einem Angriff die Seile getroffen und durchtrennt, sodass die Notverriegelungen auslösen.
Montage
- Das Riegelwerk wird durch Schweißen in der Tresortür befestigt.
- Die Riegelleisten werden ebenfalls durch Schweißen mit dem Riegelwerk verbunden.
- Das Schloss wird auf die Standardaufnahmen des Riegelwerks geschraubt.
- Notverriegelungen müssen separat angebracht werden.
Glasplatten-Riegelwerke
Glasplatten-Riegelwerke
Die Glasplatten-Riegelwerke von WITTKOPP bieten einen herausragenden Schutz vor äußeren Angriffen. Diese mechanischen Meisterwerke sind darauf ausgelegt, Angriffskräfte gezielt auf den am besten geschützten Bereich des Tresors zu leiten – die Tresortür. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Sicherheitsglasplatte, die bei Angriffen gezielt durch Erschütterungen zerbricht. Ein koordiniertes Zusammenspiel für höchste Sicherheit.
Die Glasplatte besteht aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). ESG ist speziell behandelt, um im Falle eines Bruchs in kleine, stumpfe Krümel zu zerfallen, anstatt scharfe Splitter zu bilden. Dies reduziert das Verletzungsrisiko erheblich.
Die leichte Bauweise und die hohe Montagefreundlichkeit der Riegelwerke erleichtern nicht nur den Fertigungsprozess von Geldschränken und Tresorraumtüren, sondern ermöglichen auch eine effiziente Installation und Wartung. Diese Merkmale machen WITTKOPP Glasplatten-Riegelwerke nicht nur aufgrund ihrer Sicherheit, sondern auch aufgrund ihrer praktischen Handhabung zu einer erstklassigen Wahl.
Funktionsweise
- WITTKOPP Glasplatten-Riegelwerke gibt es mit einer oder zwei Schlosspositionen. Auch die Modelle mit zwei Positionen können jedoch optional mit nur einem Schloss betrieben werden.
- Die Schlossriegel, gleich ob ein oder zwei, sind die Hauptsperrpunkte eines Riegelwerks. Im verschlossenen Zustand blockieren sie die vertikalen und horizontalen Schieber des Riegelwerks und sichern somit die Tresortür.
- Für zusätzlichen Schutz sorgen integrierte Relocker, die bei Versuchen einer gewaltsamen Öffnung aktiv werden. Diese Notverriegelungen schaffen weitere Sperrpunkte und erhöhen dadurch die Systemintegrität.
- Im Falle eines Angriffs lösen Erschütterungen die Glasbrecher aus, welche die Glasplatte zerstören und gleichzeitig die Relocker aktivieren. Diese bewegen sich in spezifische Positionen, um zusätzliche Barrieren gegen den Zugriff zu schaffen.
- Nach dem Bruch der Glasplatte muss ein Angreifer nicht nur den oder die Schlossriegel, sondern auch alle Relocker entfernen, um das Riegelwerk zu öffnen. Dies stellt eine erhebliche zusätzliche Hürde dar.
- Im Gegensatz zu externen, seilgespannten Notverriegelungen bietet die Glasplatte einen umfassenden Schutz gegen sowohl mechanische als auch thermische Angriffe.
Montage
Schritt 1 – Vorbereitung der Tresortür
- An der Tresortür werden vier Halterungen sowie ein Widerlager präzise angebracht, um das Riegelwerk sicher zu positionieren und zu stützen.
Schritt 2 – Lackierung
- Der Tresor wird mit einem Lack versehen, der neben ästhetischen Aspekten auch eine schützende Funktion übernimmt, indem er die Oberfläche vor Korrosion, Abrieb und anderen Umwelteinflüssen bewahrt.
Schritt 3 – Montage des Riegelwerks
- Die Glasplatte wird sorgfältig an der Rückseite des Riegelwerks montiert. Diese Aktion spannt die integrierten Relocker vor und aktiviert sie. Da die Relocker bereits im Riegelwerk integriert sind, entfallen zusätzliche Montageschritte, die mit externen Notverriegelungen verbunden sein könnten.
- Das Riegelwerk wird mittels Schrauben an den vorbereiteten Aufnahmen der Tresortür fixiert, wobei es im hinteren Bereich auf das eingerichtete Widerlager abgestützt wird.
- Eine Riegelleiste wird durch Verschrauben fest mit dem Riegelwerk verbunden.
- Die Schlösser werden auf die Standardaufnahmen des Riegelwerks geschraubt. Bei Verwendung von Schlössern mit Blockriegel (Deadbolt) muss zusätzlich ein Sperrklotz an den Schlossriegel geschraubt werden. Erst dann greifen die Blockierungen der vertikalen und horizontalen Schieber des Riegelwerks.
Diese standardisierte Methode ermöglicht eine zeitsparende und ressourceneffiziente Montage, was den Fertigungsprozess insgesamt deutlich vereinfacht und strafft.